Mit meinen Brüdern Marcel und Stephan bin ich Gesellschafter und Geschäftsführer von Guliver.

Meine Aufgabenbereiche sind: Marktanalyse, Management unserer Vermögensbausteine und Auswahl unserer Empfehlungen, Öffentlichkeitsarbeit, Kundenberatung. Mein zeitaufwendigster Arbeitsbereich ist die Erforschung des Einflusses der Demografie (Alterstruktur) auf unser Leben und damit auch auf Wirtschaft, Finanzmärkte und Gesellschaft.

Guido Lingnau, Berlin

Mittwoch, 5. November 2014

Spannender Oktober bringt wieder Gewinne

Unser Art der Vermögensverwaltung mit Hilfe zweier Bausteine (Vermögensverwaltung in Fondsstruktur) mit unterschiedlichem Chance-Risiko-Verhältnis kommt weiter sehr gut bei unseren Kunden an. Mehr als 80 Prozent der von uns betreuten Anlagen werden so effektiv, steuerbegünstigt und kostengünstig verwaltet. In diesem Jahr sind beide Bausteine mit mehr als 10 Prozent im Plus. Das so betreute Volumen konnte weiter gesteigert werden. Beim Guliver Demografie Sicherheit hat sich das Volumen seit Jahresanfang von 10,8 auf nun 13,4 Millionen Euro erhöht.

Der Oktober endete mit neuen Jahreshöchstständen für unsere Vermögensverwaltungs-Fonds. Trotzhoher Schwankungen an den Aktienmärkten entwickelten sich die Guliver Demografie relativ ruhig.

GDW-DAX

 

 

 

 

 

 

Gelb: Guliver Demografie Wachstum
Blau: DAX

 

Getragen wurden unsere Gewinne vor allem von einem weiter steigenden US-Dollar und von steigenden Anleihekursen. Bei unseren Aktienanlagen konnten der USA-ETF gut zulegen. Gold entwickelt sich dagegen weiter sehr schwach.

Bei der Neuorganisation des Guliver Wachstum haben wir jetzt angefangen, einige Indexzertifikate und Länder-ETFs durch Einzelwerte zu ersetzen. Gleichzeitig werden wir den Aktienanteil von derzeit 22 auf etwa 30 Prozent erhöhen.

Gekauft haben wir neu einen ETF auf den amerikanischen Technologie-Index Nasdaq 100. Dieser beinhaltet die wachstumsstärksten Unternehmen der USA. Wir wollen damit an der Entwicklung der innovativsten US-Unternehmen partizipieren. In einem ersten Zug haben wir gestern 2,5 Prozent des Fondsvolumens dort investiert. In den kommenden Wochen werden wir US-Einzelaktien kaufen, die auch in Sachen Nachhaltigkeit positive Akzente setzen. Wir werden hier nach dem Kauf die Namen der Unternehmen nennen.

Auch im Sicherheitsfonds wird die Aktienquote leicht von derzeit insgesamt 9 auf dann 10 Prozent erhöht (inkl. Immobilienaktien).

Mittwoch, 15. Oktober 2014

DAX auf Talfahrt – Bundesanleihen mit neuen Rekorden

Der Oktober macht in diesem Jahr seinem schlechten Ruf wieder einmal alle Ehre. Nachdem die Aktionäre lange Zeit die immer zahlreicheren schlechten Nachrichten ignorierten, kam es in den letzten Tagen zu einem kleinen Ausverkauf. Der DAX unterschritt heute zum ersten Mal in diesem Jahr die Marke von 8.600 Punkten nachdem er im Sommer zweimal die 10.000 überschritten hatte. Auf der anderen Seite konnten vor allem sehr sichere Anleihen neue Rekordwerte erzielen. Bei den Bundesanleihen siegen die Kurse so hoch, dass die Rendite selbst für Anleihen mit vier Jahren Restlaufzeit sogar negative Renditen gibt! Die Anleger wollen Sicherheit um fast jeden Preis. Unternehmen und große Kapitalanleger müssen bei vielen Banken inzwischen Zinsen bezahlen, wenn sie Geld parken wollen. Die Banken bekommen also Zinsen wenn Anleger Geld anlegen und auch wenn Kredite aufgenommen werden. Der Grund liegt bei der EZB. Denn diese berechnet für Banken inzwischen ebenfalls Negativzinsen. Es ist schon irgendwie verrückt.

Unsere Guliver Demografie Fonds halten sich in diesem Umfeld sehr stabil. Der Sicherheitsfonds (sehr hoher Anteil an sicheren Anleihen) konnte sogar ein neues Allzeithoch (inkl. Ausschüttungen) erklimmen. Im folgenden Chart sehen Sie die Wertentwicklung der letzten sechs Monate. Schwarz: Sicherheit,  blau: Wachstum.

Chart GDS GDW

 

Dienstag, 9. September 2014

Nächster Investmentabend: Auch die sicheren Häfen sind in Gefahr

Das Buch von Guido Lingnau “Auch die sicheren Häfen sind in Gefahr” ist seit 10. Oktober im Buchhandel. Am 17. November findet unser nächster Investmentabend statt. Dort geht es auch, aber nicht nur um das Buch, das Sie im Anschluss gern auch mit Signatur nach Hause mitnehmen können.

 

 

Freitag, 29. August 2014

August mit weiteren Gewinnen

Auch der August brachte wieder deutliche Gewinne bei unseren Demografie Fonds. Beide kommen nun auf ein zweistelliges Plus in diesem Jahr und liegen an der Spitze ihrer Vergleichsgruppe.

Besonders hohe Gewinne wurden mit sicheren Anleihen mit langen Laufzeiten erzielt. Hintergrund für die Jagd nach Sicherheit ist eine wieder verschlechterte Wirtschaftslage in der Eurozone und nicht zuletzt der weiter eskalierende Konflikt zwischen der Ukraine und Russland. Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren erzielen nun weniger als 1 Prozent Rendite pro Jahr. Diese Entwicklung entspricht unserer demografischen Analyse. Daher haben wir schon vor fünf Jahren Anleihen mit sehr langen Laufzeiten vor allem für den Guliver Demografie Sicherheit erworben, als diese noch Renditen von mehr als 4 Prozent aufwiesen. Der größte Teil des Erfolges des Sicherheitsfonds beruht auf diesen langlaufenden Anleihen. Der Fonds besteht zu knapp 2/3 aus solchen Anleihen.

Mit der anhaltenden Schwäche des Euro konnten wir in diesem Jahr auch von den im Gegenzug steigenden Anlagen in fremden Währungen profitieren. Im letzten Jahr hatten wir hier die größten Verluste verbuchen müssen. Selbst der Goldpreis (in Euro) profitiert aktuell vom stärkeren Dollar.

Vor uns liegen nun die oft stürmischen Börsenmonate September und Oktober. Unsere Fonds sollten diesen Stürmen gewachsen sein. Es sieht nach einem der erfolgreichsten Börsenjahre für uns und unsere Anleger aus.

 

Top-Platzierung auch im Wettbewerb “Finanzberater des Jahres” (Zwischenstand)

Stephan

Donnerstag, 7. August 2014

USA weiter im Aufwind – Europa wackelt

Vor allem die sich beständig weiter zuspitzende Krise in der Ost-Ukraine belastete zuletzt die Börsen vor allem in Europa. Dazu kommt, dass Italiens Wirtschaft schon wieder schrumpft und selbst die Aufträge für die deutsche Industrie überraschend stark zurückgehen. In Portugal musste die größte Bank des Landes mit fast 5 Milliarden Euro gerettet werden. Frankreich kommt immer stärker unter Druck.

In den USA verbessert sich gleichzeitig die Wirtschaftslage stärker als angenommen. Die Arbeitslosenquote liegt schon unter der von Australien. Mit dem Rückenwind der US-Wirtschaft läuft es auch in Mexiko nach einer Wachstumsdelle wieder besser. Hier waren wir Anfang des Jahres eingestiegen und liegen nun mit 18 Prozent vorn.

Unsere beiden Guliver Demografie Fonds entwickelt sich in diesem Umfeld schon seit Jahresbeginn deutlich überdurchschnittlich. Der Wachstumsfonds kommt per 06. August auf ein Jahresplus von 8,48 Prozent und der Sicherheit auf 7,97 Prozent. Beide Fonds haben vor allem von den weiter sinkenden Zinsen für sichere Euro-Anleihen profitiert. Auch der Goldpreis liegt in diesem Jahr wieder in der Gewinnzone (+ 8,7 Prozent). Bis zu seinem Allzeithoch (2012) sind es aber noch mehr 40 Prozent. Gold könnte bei einer weiteren Eskalation in der Ukraine weiter zulegen und hat noch jedem Menge Potenzial.

Den kleinen Kurssturz des DAX von über 10.000 auf jetzt gerade 9.050 Punkte konnten unsere Fonds gut verkraften. Der Anteil von DAX-Werten liegt im Wachstumsfonds nur bei 2 Prozent und beim Sicherheitsfonds bei unter 1 Prozent. Im letzten Jahr war das nicht gut für die Fondsperformance. In diesem Jahr hilft es uns, den Aufwärtstrend zu halten.

Verkauft wurden in beiden Fonds fast alle Anlagen, die wesentlich von Russland abhängig sind. Fonds mit Anteilen von russischen Aktien wurden komplett verkauft. Bei den Anleihen sind wir dabei. Im Guliver Demografie Sicherheit wurde der Rentenfonds Raiffeisen-Osteuropa Rent verkauft und durch eine Polen-Anleihe ersetzt. Im Wachstumsfonds wird dieser Fonds verkauft, sobald wir die geplante Umstrukturierung nach Genehmigung der neuen Rahmenbedingungen durch die Aufsichtsämter in Luxemburg und Deutschland vornehmen können (in ca. 4 Wochen). Verkauft wurde ebenfalls ein Fonds, der in Aktien der drei baltischen Länder investiert.

Ganz neu ist der Kauf von vier japanischen Immobilienaktien im Sicherheitsfonds (jeweils 0,5 Prozent Anteil am Fondsvermögen). Für Japan erwarten wir eine sehr hohe Inflation, was Immobilienwerten zu deutlichen Kursgewinnen verhelfen dürfte. Da wir ebenfalls einen Verfall des Yen erwarteten, wurde die Währung abgesichert. Die Werte schütten eine recht hohe Dividende von um die 4 Prozent pro Jahr aus.

Der beste Wert in unseren Fonds ist in diesem Jahr erstaunlicher Weise unser Indexzertifikat auf den ägyptischen Aktienmarkt. Mit der sehr kleinen Beimischung liegen wir nun schon fast 30 Prozent im Plus, 27 Prozent waren es seit Jahresanfang.

Es läuft in diesem Jahr also wieder recht erfreulich. Der Guliver Demografie Sicherheit hat Ende Juli ganz nebenbei noch ein neues Allzeithoch (bei wieder angelegter Ausschüttung nach der sogenannten BVI-Methode) erreicht. Große Kursgewinne sind in diesem Jahr wohl nicht mehr zu erwarten. Aber an den Börsen kommt es ja in der Regel ganz anders als erwartet…

Mittwoch, 2. Juli 2014

Plus 7 Prozent im ersten Halbjahr

Unsere Fonds laufen in diesem Jahr wieder hervorragend. Das war nach den schlechten Ergebnissen im letzten Jahr nicht von allen erwartet worden. Der Guliver Demografie Sicherheit ist nur noch gut 1 Prozent von einem neuen Allzeithoch entfernt.

Während im letzten Jahr fast alle unsere Investitionsschwerpunkte Kursverluste hinnehmen mussten, laufen in diesem Jahr vor allem sichere Anleihen, wie Bundesanleihen sehr gut. Bei den Anleihen aus Schwellenländern und bei Gold, beides die größten Verlustbringer aus dem letzten Jahr, gab es zumindest kleinere Erholungen.

Die Wirtschaftsentwicklung sieht derzeit weiterhin gemischt aus. Zuletzt hatten sich die Geschäftserwartungen der deutschen Unternehmen wieder verschlechtert, was auch im Zusammenhang mit den Sorgen um die Ukraine steht. In den USA gab es durch den schweren Winter ein sehr negatives erstes Quartal. Die Arbeitsmarktzahlen haben sich dagegen sehr positiv entwickelt.

Die von uns erwartet Krise in China rückt derweilen immer näher. Die dortige Immobilienblase könnte jetzt platzen. Die Ratingagentur Moody’s schätzt, dass ein Rückgang der Bautätigkeit in China um 10 Prozent einen Rückgang im Wirtschaftswachstum von 5 bis 6 Prozent auslösen könnte. Damit rechnet derzeit kaum jemand.

Wir bleiben mit unseren Anlagen also weiter eher vorsichtig. Unser größter Verlustbringer zuletzt war ja Gold. Vor allem der Goldpreis sollte von einer Krise in China am meisten profitieren.

P.S.: Wir sind dabei, mit unser Fondsgesellschaft die Verträge der Guliver Demografie Fonds an die wieder einmal veränderten Auflagen von Seiten der Gesetzgeber (EU, Deutschland, Luxemburg) anzupassen. Das sehen sie jetzt immer an den merkwürdigen und unverständlichen Schreiben, die Sie von Ihrer Depotbank bekommen. Bisher war bei solchen Änderungen meist eine Veröffentlichung über den Bundesanzeiger ausreichend. Jetzt müssen bei Änderungen alle Kunden schriftlich informiert werden. Sollten sich für Sie wesentliche Änderungen ergeben, werden wir Sie selbst in hoffentlich verständlicherem Deutsch darüber informieren. Sollten sie keine Stellungnahme von uns erhalten, sind wir der Meinung, dass sich die Änderungen für Sie nicht merkbar auswirken.

Montag, 30. Juni 2014

Bulgarien

Es gibt derzeit recht hektische Meldungen über einen Ansturm von Sparern auf ihre Bankeinlagen in Bulgarien. Link

Mehr, als in dem Text können wir derzeit auch nicht sagen.

Wir sind nicht in Bulgarien investiert. Dass die Bulgarien-Probleme größere Auswirkungen über Bulgarien hinaus haben könnten, ist derzeit nicht wahrscheinlich.

Freitag, 6. Juni 2014

Ausschüttungen Guliver Demografie Fonds

Am 24. Juni 2014 wurden für unsere beiden Fonds in diesem Jahr die Ausschüttung durchgeführt. An diesem Tag wurden die Anteilskurse um den Ausschüttungsbetrag reduziert.

Beim Guliver Demografie Sicherheit wurde wie im Vorjahr eine Ausschüttung i.H.v. 3,60 Euro/Anteil vorgenommen.

Beim Wachstumsfonds soll die Ausschüttung das gesetzliche Minimum nicht überschreiten. Die darüber hinaus gehenden Erträge werden im Fonds weiter angesammelt (thesauriert). Es wurden 0,31 Euro je Anteil ausgeschüttet.

Mittwoch, 5. März 2014

Guliver Demografie Wachstum mit gutem Start ins neue Jahr

Der Guliver Demografie Wachstum hat in den ersten beiden Monaten des Jahres 2014 leicht zulegen können. Positiv war die Entwicklung bei Gold, Goldminen, Bundesanleihen und den US-Staatsanleihen. Verluste mussten dagegen wiederum die Anlagen in den meisten Schwellenländern hinnehmen, während die Aktien in Deutschland und den USA kaum verändert waren.

Unter den Beteiligungen in Schwellenländern konnten Vietnam (+20,6 Prozent) und Ägypten ein sehr gutes Ergebnis erzielen.

Insgesamt gab es Plus von 2,01 Prozent. Der Fonds hat damit im vorderen 17. Perzentil der Morningstar-Vergleichsgruppe abgeschlossen. Die Performanceschwäche des letzten Jahres konnte somit beendet werden, womit aber noch keinesfalls ein Ausgleich für das enttäuschende Jahr 2014 erreicht werden konnte.

Veränderungen in der Zusammensetzung wurden nicht vorgenommen. An der Struktur soll es vorerst keine Änderungen geben. Eine Anpassung des Fonds an die gewünschte Struktur, die durch die unterschiedliche Kursentwicklung der Investments immer wieder notwendig wird, ist für spätestens Juli geplant.

Für den Guliver Demografie Wachstum hängt weiterhin sehr viel von der Entwicklung in den Schwellenländern ab. Der Anteil von Anleihen (Domizil oder Währung) und Aktien aus Schwellenländern im Fonds liegt bei 40,2 Prozent. Bei den Aktien-Anlagen sind es sogar 79,3 Prozent (ohne Goldminen). Dies ist für einen Demografie-Fonds mit einem langfristigen Ansatz auch kaum anders möglich. Der Fonds kann daher kurz- und mittelfristig auch nicht mit der Entwicklung anderer vermögensverwaltender Fonds verglichen werden. Dass das Konzept längerfristig funktioniert, davon sind wir weiterhin überzeugt und dafür sprechen auch die Performance-Daten seit Einführung der Strategie.

Montag, 3. März 2014

Ukraine beunruhigt Anleger

Die Ereignisse in der Ukraine sind alles andere als beruhigend. Vor einigen Tagen war es noch fast unvorstellbar, dass russische Truppen in die Ukraine einmarschieren würden. Jetzt zeigt sich wieder einmal, dass politische Krisen leider nicht vorhersehbar sind. Wie sich die Situation entwickeln wird, kann heute niemand mit Sicherheit sagen. Und da Börsianer sich bekanntlich oft wie scheue Rehe verhalten, verwundert es nicht, dass die Börsen seit Freitag auf die Ereignisse reagieren.

Von Panik ist allerdings noch nichts zu sehen. Recht milde sind die Kursrückgänge in den westlichen Ländern. Der DAX verliert heute (03.03. 11:47 Uhr) nur etwas mehr als 2 Prozent auf 9.459 Punkte. An den osteuropäischen Börsen sind die Verluste etwas höher. Besonders verlieren die Märkte in Russland mit über 10 Prozent. Das ist für einen kriegerischen Konflikt allerdings noch moderat und zeigt, dass man derzeit nicht von einer Eskalation ausgeht. Die ukrainische Börse verliert heute ca. 6 Prozent, hat aber in der letzten Woche auf die Unterstützungsabsichten der EU mit einem Plus von sage und schreibe 60 Prozent reagiert, was den höchsten Stand seit 1 1/2 Jahren bedeutete.

Unsere Fonds reagieren mit Verlusten bei Aktienanlagen und Fremdwährungsanleihen, während sichere Anleihen und Gold deutlich zulegen können. An den Fondskursen werden damit (nach jetzigem Stand) die Ereignisse in der Ukraine kaum zu sehen sein.

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